Ulefone Power 6 Alltagstest – Was geht und was nicht geht

Ulefone Power 6 Alltagstest – Was geht und was nicht geht

Es ist einige Tage her, da hat Moschuss den Alltagstest des Ulefone Power 6 hochgeladen. Wem das Video zu lang ist, findet hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten und Tests.

Preis: Das Ulefone Power 6 kostet bei Gearbest derzeit 145.44€, bei Amazon 139.49€  und bei Banggood 138.34€ (Angebot: GEARBEST / BANGGOOD / AMAZON).

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Unboxing:

Der Karton des Ulefone Power 6 ist in einem coolen Blau gehalten. Vorne mittig steht POWER 6 und oben links in der Ecke ist da Ulefone Logo. Im Karton befinden sich neben dem Ulefone Power 6 die üblichen Verdächtigen. Garantiheftchen, Quickstart Guide, SIM-Nadel, Ladegerät und ein roter USB Typ-C Ladestecker. Zusätzlich befinden sich noch ein USB zu 3,5mm Klinkenadapter, ein TPU Case und eine Displayschutzfolie in der OVP. Das Ladegerät ist ein Fast Charge Ladegerät mit 15W Ausgangsleistung.

Hands-On und Haptik:

Die Maße des Ulefone Power 6 betragen 159mm x 75,8mm x 10mm. Mit 209g ist das Phablet auch eher schon ein kleines Schwergewicht. Dies ist aber dem Akku geschuldet. Dazu aber später mehr.

Wenn wir uns das Ulefone Power 6 von vorne anschauen, sehen wir als allererstes das 6,3 Zoll große IPS FullHD+ Display, welches fast den ganzen Platz der Front einnimmt und mit einer Tropfennotch ausgestattet wurde. In dieser befindet sich wie üblich die Frontkamera des Gerätes. Über der Notch befindet sich dann nur noch der kleine Schlitz unter dem die Hörmuschel sitzt.

An der rechten Rahmenseite befinden sich auch beim Ulefone Power 6, wie nicht anders zu erwarten, die Lautstärkewippe und darunter der Power On Knopf. Letzterer ist mit einem roten Streifen versehen. Wahrscheinlich ein Designelement. An der linken Rahmenseite befindet sich in der oberen Hälfte der Dual-SIM Schacht, der hier wahlweise mit einer Nano SIM und einer MicroSD Karte oder zwei Nano SIM Karten bestückt werden kann. An der oberen Seite befindet sich nichts. An der unteren Seite befinden sich Lautsprecher, Mikrofon und USB Typ C Anschluss.

Die blaue Rückseite des Ulefone Power 6 Testgerätes sieht echt gut aus. Wenn man mit der Rückseite und dem Licht spielt, sieht man einen kleinen schimmernden Effekt. Ansonsten ist die Rückseite schön clean gehalten. Im oberen drittel des Gerätes befindet sich mittig der runde Fingerprint Sensor und darüber die Dual-Kamera, bei welcher hier die beiden Linsen in einem quadratischem Element eingefasst sind. Links neben den Linsen befindet sich der Dualtone LED Blitz und rechts daneben befinden sich ganz klein der Schriftzug Dual Lens.

Trotz der Größe und des Gewichtes scheint das Gerät sehr gut in der Hand zu liegen. Durch die leicht abgerundeten Ecken wirkt es wie ein günstiger Handschmeichler.

Display:

Das Ulefone Power 6 hat ein 6,3 Zoll großes IPS in-cell FullHD+ Display verbaut, welches mit 2340 x 1080 Pixel auflöst. Es handelt sich hier um einen kapazitiven Touchscreen, der zudem 5 Finger Multitouch integriert hat. Der Hersteller gibt als Screen-to-Body Verhältnis rund 94% an, was aber eventuell aufgrund des dicken Kinns ein bisschen geschummelt sein könnte.

Auf jeden Fall ist das Display sehr hell, die Farben werden auch gut wiedergegeben und die Displayhelligkeit liegt bei 404 LUX. Der Wert ist in dem Preisbereich völlig normal.

 

SoC/Speicher/Performance:

Angetrieben wird das Ulefone Power 6 durch 4GB Arbeitspeicher, 64GB internem Speicher und Helio P35 Octa-core 64bit Prozessor. Dieser kann mit bis zu 2.3GHz takten. Der 64GB interne Speicher kann zudem mit einer MicroSD Karte erweitert werden, falls man nur eine SIM Karte im Gerät braucht.

Die Benchmarks sehen für die Preisklasse und der verbauten Hardware vollkommen in Ordnung aus. So haben wir unter anderem folgende Ergebnisse erzielt:

  • Antutu Benchmark: 85063 Punkte
  • Geekbench 4 Singelcore Score: 916
  • Geekbench 4 Multicore Score: 4033
  • Geekbench 5 Singelcore Score: 176
  • Geekbench 5 Multicore Score: 910
  • 3D Mark Ice Storm Unlimited: 12185 Punkte  – Extrem: 8192
  • 3D Mark Slingshot: 718 Punkte   – OpenGL: 476 Punkte   – Vulkan: nicht kompatibel

Das Zocken auf dem Ulefone Power 6 läuft dank PowerVR GE8320 Grafikeinheit richtig gut, wenn man zum Beispiel bei PUBG die niedrigsten Einstellungen wählt. Den PUBG Gaming Test seht ihr ab Minute 14:29 im Video. Die Grafik wird mit diesen Einstellungen vielleicht nicht so geil aussehen, aber zum zocken reicht es vollkommen aus.

Kamera:

Die Hauptkamera des Ulefone Power 6 beherbergt 2 Kamera Linsen. Eine 16MP Linse und eine 2MP Linse. Beide haben anscheinend eine Blende von f/1.8. Als Frontkamera Linse wurde eine 16MP Linse, ebemfalls mit einer f/1.8 Blende verbaut. Auch hier gibt es, wie bei vielen anderen Smartphones, verschiedene Kamerafunktionen, wie Facelifting, Unschärfe und einen Pro Modus.

Die Front Kamera liefert bestenfalls durchschnittliche Bilder ab. Sie ist farbschwach und wenn man in die Bilder reinzoomt sind sie zum Teil gut pixelig. Auch die rückwertige Kamera reicht nur für kleinere Schnappschüsse. Der Autofokus hat es im Low Light Bereich manchmal nicht gebacken bekommen zu fokussieren, was hier sehr schade ist. Am Tage ging es dann wieder mit dem Autofokus, dennoch kann man mit den Fotos keinen Preis gewinnen.

Auch die Aufnahme von Videos ist nicht gerade berauschend. Oder vielleicht doch, wenn man es wörtlich nimmt. Der Autofokus hat auch hier immer wieder probiert zu fokussieren, was den aufgenommenen Videos absolut nicht gut tut. Der Portraitmodus ist ebenfalls kein echter Portraitmodus.

Was überzeugen konnte ist auf jeden Fall der Makro Modus. Die Bilder sind echt gut geworden. Auch von der normalen Aufnahme gibt es hier und da mal gute Fotos. Testbilder und Videos seht ihr ab Minute 13:28.

Im ganzen merkt man aber das man hier im Low Budget Kamera fotografiert und filmt.

Konnektivität:

Mit dem Ulefone Power 6 stehen einem alle globalen Bänder zur Verfügung. Auch Band 7, 8 und 20 werden unterstützt. Bedeutet, auch wir Dorfkinder sollten damit surfen können. Gut, ich kann es hier in Neuss eh, aber wenn ich meinen monatlichen Besuch bei meinen Eltern in Sachsen Anhalt abhalte, hatte ich hier und da schon mal schlechtes Netz auf dem Dorf.

Auch Ulefone Power 6 wurde ein GPS Modul verbaut. Der GPS Test war sehr erfolgreich. Der GPS Fix ging recht fix und von 33 Satelliten hat das Ulefone Power 6 sich mit 15 im Test verbunden bzw hat diese genutzt. NFC ist auch verbaut und funktioniert ohne Probleme.

Bluetooth 5.0 und Dual WiFi mit 2,4GHz und 5GHz Frequenzen wurden auch verbaut. Das WLAN hat eine gute und stabile Verbindung. Im Download erreicht Moschuss im 5.0GHz Bereich 39.4 von 50Mbps und im Upload knapp 5Mbps.

Akku:

Was ich nicht  erwartet hätte ist die große Kapazität des Akkus. Normalerweise bin ich Werte von 4000mAh bis 6000mAh gewohnt. Letztere war im Oukitel K9 mit seinem Riesen Display schon eine sehr gute Kapazität. Aber im Ulefone Power 6 hat man einen ganzen 6350mAh Akku verbaut. Das ist sogar mehr als das aktuelle Flaggschiff von ASUS hat. Denn das ASUS ROG Phone 2 kommt als Gaming Smartphone auch nur mit einem 6000mAh Akku ab Werk. Und dieser reicht schon über zwei Tage, wenn man das Gerät normal und ohne vielem zocken nutzt.

Im Ulefone Power 6 steckt laut Hersteller ein 6350mAh Akku, der nicht nur lange halten soll, sondern dank USB Typ-C und 18W FastCharge in kurzer Zeit wieder voll aufgeladen ist. Im Work 2.0 battery life Test schaffte es das Ulefone Power 6 mit 50 Prozent Helligkeit gerade einmal 13 Stunden und 22 Minuten durchzuhalten. Das ist ein guter Wert, aber das Oukitel K9 schaffte über 15 Stunden. Dennoch sollte der Akku des Ulefone Power 6 locker über 2 Tage reichen. Der Durchschnittsuser sollte unter Umständen auch auf 3 Tage kommen.

System:

Das Ulefone Power 6 kommt standardmäßig mit Android 9 ab Werk. Der Stand des Sicherheitsupdates war beim Auspacken der 5. Mai 2019. Mittlerweile ist der Sicherheitspatch vom 5. Mai verfügbar. Das System ist weitesgehend übersetzt, aber manchmal nicht so gut wie man es sich vielleicht wünscht. Dafür ist die Software aber sehr clean gehalten und ist sehr nach an Stock Android angelehnt. Es ist halt ein bisschen kosmetisch angepasst worden.

Ein paar nützliche Dinge sind auch an Bord des Ulefone Power 6. So hat man zum Beispiel eine Pick up to wake up Funktion integriert, mit der man das Gerät aufwecken kann. Ebenso kann man einen Blaufilter für die Nacht einschalten. Die Google Apps sind ebenfalls vorinstalliert und Bloatware gibt es anscheinend nicht. Widevine wird in Level 3 zur Verfügung gestellt.

Sonstiges und Extras: 

Es gibt auch einen Fingerabdrucksensor an der Rückseite des Ulefone Power 6. Die Entsperrung klappt gut, nur nicht so schnell. Der 6350mAh Akku ist hier das Highlight, welcher meiner Meinung nach aber ein bisschen schwach ist.

Inhalt der Verpackung:

1 x Mobiltelefon
1 x SIM-Eject Tool
1 x Case und Folie
1 x USB-Kabel und CN-Ladestecker
1 x QS-Guide, Warranty Heft und Safety Information

Fazit:

Das Ulefone Power 6 schlägt sich im Alltag schon recht gut. Performance geht klar und das System läuft stabil. Die Kamera könnte definitiv besser sein. Das Design kann auf jeden Fall überzeugen. Es liegt trotz des Gewichtes sehr gut in der Hand und ist auch sehr gut verarbeitet. Positiv ist auf jeden Fall die Konnektivität. Man hat alle globalen Bänder, sowie NFC, Dual-WiFi und BT 5.0 an Bord. Das Ulefone Power 6 ist meiner Meinung nach ein gutes China Einsteiger Gerät.

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